DIN EN 378 – das Nachschlagewerk für Kälteanlagen und Wärmepumpen

Die DIN EN 378 gilt in der Branche als die zentrale Norm für Kälteanlagen und Wärmepumpen, in ihrer deutschen Fassung basierend auf EU-Normen. Sie definiert die sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen für Planung, Aufbau, Betrieb und Instandhaltung.

Für uns als Fachbetrieb ist sie tägliche Grundlage unserer Arbeit – mit Vorgaben, die von der Auswahl der Komponenten über die Konstruktion und Herstellung bis hin zur Prüfung, Dokumentation und späteren Instandsetzung reichen.

Die Normenreihe richtet sich an Fachbetriebe und Betreiber von Kälteanlagen und Wärmepumpen unterschiedlichster Art – unabhängig davon, ob die Systeme fest installiert oder mobil eingesetzt werden.

Erfasst sind direkte und indirekte Kühl- und Heizsysteme sowie die jeweiligen Aufstellungsorte der Anlagen.

Die Vorgaben der DIN EN 378 gelten sowohl für Neuanlagen als auch für modernisierte oder ersetzte Komponenten, sofern sich deren Leistung oder Bauweise von den ursprünglichen unterscheidet und somit kein reiner 1:1-Austausch vorliegt.

DIN EN 378: die deutsche Fassung einer EU-Norm

Die DIN EN 378, genauer, der für uns relevante Teil, den wir uns hier einmal näher anschauen, trägt den vollständigen Titel:
„Kälteanlagen und Wärmepumpen – sicherheitstechnische und umweltrelevante Anforderungen“.

Diese deutsche Fassung der Europäischen Norm regelt, wie Kälteanlagen und Wärmepumpen konstruiert, installiert, geprüft und betrieben werden müssen. Die sicherheitstechnische Bewertung dient dem Schutz von Personen und der Vermeidung von Risiken für die Umwelt.

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Die DIN EN konkret – Aufbau, Teile und Zielsetzung

Die Norm besteht aus vier Teilen, die den gesamten Lebenszyklus einer Kälteanlage abdecken:

  • Teil 1: Grundlegende Anforderungen, Begriffe, Klassifikationen und Auswahlkriterien
  • Teil 2: Konstruktion, Herstellung, Prüfung und Kennzeichnung
  • Teil 3: Aufstellungsorte und Schutzmaßnahmen
  • Teil 4: Betrieb, Instandhaltung, Instandsetzung und Rückgewinnung

Jeder Teil enthält klare Anforderungen und Vorgehensweisen für Planung, Montage und Betrieb.

Anforderungen: Ziel und Bedeutung der Norm

Die Vorgaben in der EN 378 1 dienen dazu, die Sicherheit von Menschen und Anlagen in allen Bereichen des Anlagenbetriebs zu gewährleisten.

Zu diesen Bereichen gehören:

  • Festlegung von Kältemittel-Füllmengen und maximalen Drücken,
  • technische Schutzmaßnahmen gegen Leckagen,
  • Anforderungen an Kennzeichnung, Dokumentation und Prüfung
  • sowie Anweisungen für Instandhaltung und Rückgewinnung.

Die Norm gilt sowohl für neue als auch für bestehende Kälteanlagen, die umgebaut oder erweitert werden.

Wichtig: Durch ihre Harmonisierung mit internationalen Vorschriften ist sie rechtlich verbindlich – insbesondere im Hinblick auf die CE-Kennzeichnung und den Schutz von Personen und Umwelt.

Abschnitt "Begriffe Klassifikationen und Auswahlkriterien"

Die Begriffe, Klassifikationen und Auswahlkriterien sind das Fundament der DIN EN 378. Sie dienen der eindeutigen Zuordnung von Kältemitteln, Anlagentypen und Betriebsbedingungen.

Die Klassifikationen beschreiben, welche zulässige Kältemittel-Füllmenge in Abhängigkeit von Raumgröße, Nutzung und Aufstellungsort zulässig ist. Dabei unterscheidet die Norm nach Gefährdungsklassen und definiert Sicherheitsabstände.

Die Auswahlkriterien helfen Planern und Betreibern, das richtige System zu wählen – unter Berücksichtigung der Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Umweltverträglichkeit.

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Anhang C – zulässige Kältemittel-Füllmengen und Schutzkonzepte

Der Anhang C der DIN EN 378 Ausgabe enthält konkrete Vorgaben zur zulässigen Kältemittel-Füllmenge in Abhängigkeit von der Kältemittelklasse und dem Aufstellungsort.

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Anhang B – Anforderungen an Aufstellungsort und Räume

Im Anhang B werden die räumlichen Voraussetzungen für den Aufstellungsort von Kälteanlagen geregelt. Dazu gehören Lüftung, Fluchtwege und die Positionierung sicherheitsrelevanter Geräte.

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Anhang H – Instandhaltung und Instandsetzung

Die Anforderungen Teil 4 helfen Betreibern, die gesetzlichen Vorgaben und Umweltauflagen einzuhalten.

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Anhang G – Betrieb, Rückgewinnung und Umweltaspekte

Der Anhang G legt fest, wie Kältemittel nach Wartung oder Stilllegung einer Anlage ordnungsgemäß entfernt und aufbereitet werden. Diese Regelungen dienen dem Schutz der Umwelt und der Ressourcenschonung.

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Teil 2 Konstruktion Herstellung Prüfung

In Teil 2 Konstruktion Herstellung Prüfung der DIN EN 378 beschreibt die Norm detailliert die technischen Anforderungen an den Bau und die Prüfung von Kälteanlagen und Wärmepumpen.

Dazu gehören:

  • Materialauswahl und Konstruktion,
  • Anforderungen an die Herstellung von Druckbehältern,
  • Methoden zur Prüfung von Dichtheit und Belastbarkeit,
  • sowie Regeln für die Kennzeichnung und Dokumentation.

Die deutsche Fassung dieses Normteils enthält außerdem Anhang D, der konkrete Vorgehensweisen für die Druckprüfung und Leckagekontrolle beschreibt.

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FAQ zur DIN EN 378

Was ist die DIN EN 378?
Die DIN EN 378 ist DIE zentrale Europäische Norm für Kälteanlagen und Wärmepumpen. Sie definiert die sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen für Entwurf, Herstellung, Betrieb, Instandhaltung und Entsorgung solcher Systeme. Kurz: Sie befasst sich mit jedem Aspekt entlang der Lebensdauer Ihrer Kühltechnik-Anlagen.
Welche Normen gibt es für Wärmepumpen?
Für Wärmepumpen gilt in erster Linie die DIN EN 378, da sie die sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen für Kälteanlagen und Wärmepumpen gemeinsam definiert. Ergänzend sind Normen wie ISO 5149, EN 14511 und EN 14825 relevant – sie betreffen etwa Leistungsprüfung, Klassifikationen und Energieeffizienz. Auch die Druckgeräterichtlinie (2014/68/EU) und die Maschinenrichtlinie (2006/42/EU) spielen eine Rolle. Wir bei AKÜ achten darauf, dass jede Anlage nach diesen Normen und Richtlinien ausgelegt und dokumentiert wird.
Welche Normen außer DIN EN 378 sind für die Kühltechnik relevant?
Neben der 378 sind mehrere Deutsche und Europäische Normen entscheidend. Dazu gehören etwa die ISO 5149 (Sicherheitsanforderungen für Kälteanlagen und Wärmepumpen), ISO 817 (Kältemittel-Klassifikationen und somit Grundlage für EN 378 und ISO 5149), EN 13313 (Qualifikation von Kältetechnikern) und EN 14276 (Druckgeräte). Selbstverständlich prüfen wir bei jeder neuen Fassung und Ausgabe alle geltenden Normen, um regelkonforme und sichere Anlagen zu gewährleisten.
Welche Bereiche deckt die DIN EN 378 ab?

Die Norm umfasst vier Teile, die den gesamten Lebenszyklus von Kälteanlagen und Wärmepumpen abbilden:

  • Teil 1 – Grundlegende Anforderungen, Begriffe, Klassifikationen und Auswahlkriterien
  • Teil 2 – Konstruktion, Herstellung, Prüfung
  • Teil 3 – Installation, Instandsetzung, Instandhaltung, Rückgewinnung
  • Teil 4 – Betrieb und Stilllegung

Damit werden alle Phasen von Planung über Betrieb bis Entsorgung geregelt. Wir orientieren uns in jedem Projekt an diesen vier Teilen, um Sicherheit, Effizienz und Umweltverträglichkeit zu vereinen.

Ist die DIN EN 378 eine internationale Norm?
Die EN 378 ist eine europäische Norm, harmonisiert mit der internationalen ISO 5149. Damit besitzt sie nicht nur europaweit, sondern auch weltweit Gültigkeit als Referenz für sicherheitstechnische und umweltrelevante Anforderungen. In Deutschland gilt sie als Deutsche Fassung (EN 378) und ist rechtlich verbindlich. Für Amberger Kühltechnik bedeutet das: Wir arbeiten in allen Projekten nach dieser Europäischen Norm, um unseren Kunden maximale Sicherheit und Regelkonformität zu bieten.